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Produktinformation
Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 55132 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 172 Seiten
Verlag: wbg Theiss; Auflage: 2,., durchgesehene und aktualisierte (1. Juni 2019)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.Ã r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B07STGPZP4
Text-to-Speech (Vorlesemodus):
Aktiviert
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Durchschnittliche Kundenbewertung:
4.7 von 5 Sternen
6 Kundenrezensionen
Amazon Bestseller-Rang:
#83.014 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)
wie immer eine Superqualität und total spannend - ist eine tolle Ergänzung zu meiner großen Sammlung, kann ich gern weiterempfehlen
Nach dem Inhaltsverzeichnis, und einer Danksagung beginnt der renommierte Burgenexperte und Mitbegründer (Beisitzer) der Wartburg-Gesellschaft, Dr. Dr.-Ing. Thomas Biller, seine Darstellung des Templerordens und dessen Burgen und Besitzungen mit einem Hinweis zur Schreibung von Burg- und Ortsnamen. Zur Entwirrung der vielfältigen, verschiedensprachigen Namen, Schreibweisen und Transkriptionen von Burgen und anderen Niederlassungen des Templerordens hat sich der Autor für eine praktikable Lösung entschieden. Während er sich einerseits für den Okzident an den Üblichkeiten der wissenschaftlichen Literatur orientiert, benutzt er für den Vorderen Orient den gebräuchlichsten mittelalterlich-europäischen und daneben den noch heute verwendeten arabischen Namen.Im ersten Kapitel zieht Biller dann eine klare Trennlinie zwischen 'Mythos und Realität', was die angeblichen Geheimpraktiken, Geheimwissen, Schatz und das Weiterleben des Templerordens angeht. Weiterhin nennt er die 'touristischen Fehldeutungen' für Burgen, Orte, Straßen usw., die sich im Laufe der zeit nicht zuletzt aus pekuniären Gründen herausgebildet haben, wie etwa die Burg Tortosa am Ebro als Eckpfeiler einer 'Ruta del Temple', obwohl sie nie den Templern gehört hatte. [Das katalonische Tortosa wurde hier offenbar bewusst oder unbewusst mit dem syrischen Notre-Dame de Tortosa, heute Tartus, verwechselt.] Der Autor definiert daher zwei Hauptkriterien, nach denen er die in seinem Buch vorgestellten Bauobjekte sorgfältig ausgewählt hat. Entweder mussten zuverlässige mittelalterliche Quellen belegen, dass der betreffende Ort tatsächlich im Besitz der Templer gewesen war oder es musste aus Schriftquellen oder Untersuchungen des Baues ein Mindestmaß von Hinweisen vorliegen, dass er tatsächlich vom Orden erreichtet oder zumindest umgestaltet worden war. Am Ende des ersten Kapitels findet sich eine Karte der Kreuzfahrerstaaten mit ihren wichtigsten Städten und BurgenDas zweite Kapitel trägt die Überschrift 'Geschichte des Templerordens', beschäftigt sich jedoch auch mit den Kreuzzügen und den anderen Ritterorden im Allgemeinen. Biller merkt an, dass man nicht wisse, vom wem die Idee einer Kombination der Konzepte Rittertum und Mönchsorden letztlich stammte (Seite 21). Hierzu wäre jedoch ein Hinweis auf die Assassinen und die in einem Ribat lebenden MurÄtin durchaus angemessen gewesen. Zur historisch bedeutenden Schlacht bei Schlacht bei Ain Djalut, bemerkt der Autor lediglich, dass Sultan Baibars im Jahre 1260 die Mongolen besiegte und Syrien in seine Hand brachte (S. 39). Der Ort der Schlacht bleibt ebenso unerwähnt, wie die Tatsache, dass hier der Mythos von den unbesiegbaren Mongolen begraben wurde. Interessant ist der Abschnitt zum 'Besitz der Templer' in Europa, aus einer Karte geht deren Massierung in England, Frankreich, Portugal und der 'Krone Aragon' hervor. Im letzten Abschnitt, dem 'Ende der Templer' gewidmeten Abschnitt bezeichnet Biller den letzten Großmeister der Templer, Jacques de Molay, als 'Hochmeister' (S. 47). Dies war jedoch ein Titel den der oberste Ordensbruder des Deutschen Ordens trug. Bemerkenswert ist, dass der Autor die Zerschlagung des Templerordens durch den französischen König Philipp IV. nicht nur auf dessen Habgier zurückführt, sondern ihm auch rigorose Moralvorstellungen sowie den Glaube an Magie und Hexerei unterstellt (S. 55).Auf Seite 57 beginnt dann mit 'Die Burgen des Templerordens' das eigentliche Thema des Bandes, welches in die Abschnitte 'Burgen und andere Bauformen', 'Templerburger in den Kreuzfahrerstaaten', 'Burgen der Templer auf der Iberische Halbinsel' und 'Niederlassungen im übrigen Europa' untergliedert ist. Durch den Fortbestand von Teilen des Templerordens ind den Neugründungen 'Christusorden' und 'Orden von Montesa' findet man die am besten erhaltenen Burgen heute in Portugal und Katalonien. Die ausführliche Beschreibungen, zahlreichen Fotos sowie Grund- und Aufrisszeichnungen vermitteln ein eindrucksvolles Bild auch solcher Burgen und Anlagen, die heute nicht mehr so gut erhalten sind.Als abschließende Materialien hat der Band eine fünfseitige Literaturauswahl und einen Bildnachweis zu bieten. Neben einem Register wäre jedoch - besonders für eine systematische Erkundung vor Ort – eine Synopse aller genannten Objekte, aus welcher die unterschiedlichen Namen, historische Daten und Koordinaten (Orts- und Wegbeschreibung) hervorgehen, wünschenswert gewesen.4 Amazonsterne für eine eindrucksvolle und insgesamt gelungene Präsentation, die sich in einigen Punkten sicherlich noch korrigieren, bzw. erweitern ließe.
Das Buch ist sehr gut, es ist eine fast vollständige Vorstellung der Templerburgen in Europa. Ich schreibe bewusst *fast vollständig*, denn wenn ich nach der Liste der Templerburgen bei Wikipedia, sicherlich keine vertrauenswürdige Quelle, gehe, dann fehlen Besitzungen auf Zypern. Gerade, weil es nur zwei Stück sind, hätte man sie sicherlich ohne großen Kostenaufwand mit ins Buch nehmen können.Ich finde es ohnehin merkwürdig, dass es nur so wenige Templerburgen in Europa gegeben haben soll, vor allem verwundert mich, dass es in Frankreich und Großbritannien gar keinen gegeben haben soll, oder zumindest keine, die mehr als solche identifizierbar sind.Sehr deutlich wird gemacht, wie wichtig es gerade bei einem Thema wie den Tempelrittern ist, auf seriöse Literatur zurückzugreifen und schon gar nicht irgendwelchen obskuren Internetseiten zu vertrauen. Sie mögen oft hochwertig daherkommen, aber selbst Ancient Origins würde ich nicht als sehr vertrauenswürdig einstufen. Die Seite rutscht auch gerne ins Esoterische. Dementsprechend hat *Templerburgen* auch einen guten Literaturanhang, mit dem sich weiterlesen lässt.Aufgelockert wird der leicht zu lesende Text immer wieder durch Fotos und Grundrisse. Bestürzend ist, wie wenig nach 700 Jahren von den Gebäuden noch über ist – oft so gut wie gar nichts.FazitEin guter Einstieg in die Themen *Tempelritter* und deren Architektur.
Der Verfasser - seines Zeichens renommierter Burgenexperte - stellt dieser Übersicht über die Befestigungsanlagen des Templerordens eine kurze Übersicht voran, die sich mit Geschichte des Ordens und seinen Besonderheiten befasst. Dabei erfolgt eine klare Absage an so manchen modernen Mythos und falsche Zuschreibungen, die nur allzu gern auch im Sinne der Tourismusbelebung überall Templer sehen.Der zweite Teil folgt den Spuren der Templer im Orient und Okzident und listet neben den berühmten Plätzen wie Chastel Pélerin, Tomar und Lietzen auch wenig bekannte, kaum mehr sehenswerte bauliche Reste auf. Farbfotos, Grundrisse und Schnitte ergänzen den Wissensspeicher.Ein Muss für Templer- und Kreuzzugs-Interessierte! Lädt ein, sich selbst auf die Spuren zu begeben.
Ich habe vorgestern das Busch geschenkt bekommen und es in einem schnellen Ritt durchgelesen. Prof. Biller ist als Burgenfachmann sehr bekannt Er hatversucht, ein für den Nichthistoriker lesenswertes Buch zu schreiben. Das ist ihm gut gelungen. Die vielen Illustrationen, zum Teil mit modernen Figurinen, Grundriss- und Baualterplänen lockern den Text angenehm auf. Auf den 170 Seiten können natürlich viele Fragen nur angerissen werden. Sowohl die geschichtliche Einführung als auch die Auflistung der Burgen geben einen guten Einblick in das Thema und stellen die wichtigsten heute noch vorhandenen Anlagen vor. Das Funktionieren des Ordens wird in einer guten Weise zusammengefasst. Wer wusste zum Beispiel etwas über das bedeutende Finanzwesen der Templer? Wer hatte für sich schon realisiert, dass die überwiegende Mehrzahl der Templerniederlassungen in Europa keine Burgen, sondern wenig befestigte Wirtschaftshöfe waren?Im 3. Teil des Buches werden die wichtigsten Burgen des Templerordens aufgelistet. Prof. Biller bezieht auch Stellung zu vermeintlichen Templerburgen, die aus touristischen Gründen unter diesem Stichwort vermarktet werden.Insgesamt habe ich das Buch mit Freude gelesen und habe mich an die vielen Burgen erinnert, die ich auf meinen eigenen Reisen in Syrien, Israel, der Türkei, Zypern und Spanien gesehen habe.
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